Vom medialen Körperkult zum gesellschaftlichen Krankheitsbild
zu den Zusammenhängen zwischen der Darstellung des weiblichen Körpers in Printmedien und Internet und Essstörungen
Description:... ger: Neben der immer stärker werdenden medialen Durchdringung der Alltagsrealität gewinnt auch die Darstellung des menschlichen (meist nackten bzw. halb nackten) Körpers in den Massenmedien mehr an Bedeutung.
Der Körper wird zum Statussymbol. Die Medienwelt generiert eine eigene Körperästhetik im Dienste der Wirtschaft. Schlankheit, jugendliches Aussehen und körperliche Fitness werden zum (unerreichten) Ideal hochstilisiert. Die genormte Schönheit verstärkt die Verunsicherung und mittels Werbung und Machbarkeitswahn werden den Konsumentinnen Selbstwert und Anerkennung versprochen, indem die Korrektur des mangelhaften Körpers angeboten wird. Der Körper wird mehr und mehr zur Maske und scheint als »fühlender« Körper verloren zu gehen.
Dieses immer künstlicher und rigider werdende mediale Figurdiktat ist oft nur unter gesundheitlichen Risiken zu erfüllen und scheint zur Entstehung von Essstörungen beizutragen.
In der vorliegenden Arbeit werden die Zusammenhänge zwischen medialen Körperbildern in den Printmedien bzw. im Internet, den genormten Schönheitsidealen, dem Machbarkeitswahn und dem Verlust eines Körpergefühls, dem Verlust einer weiblichen Genealogie bis hin zu Essstörungen beleuchtet.
In einer quantitativen Untersuchung wird folgenden Fragestellungen nachgegangen:
1) Unterscheiden sich Frauen mit Essstörungen von anderen Gruppen hinsichtlich ihres Illustriertenkonsums (Modejournale, Frauen-, Lifestyle-Magazine), des subjektiven Körperbildes und der Attraktivitätseinschätzung medialer Körperbilder? 2) Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bezüglich des subjektiven Körperbildes bzw. der Attraktivitätseinschätzung medialer Körperbilder? 3) Beeinflusst das Alter den Medienkonsum, das subjektive Körperbild bzw. die Attraktivitätseinschätzung der
Show description